Wähle einen neuen Gedanken – so gelingt der Mindset-Shift (1)

Veröffentlicht von am 22 Sep 2019

Vielleicht kennt Ihr das – der schöne Plan, der gestern noch so toll glänzend in Gedanken existierte, ist heute nur noch ein zerknittertes Etwas. Nach dem ersten Frust das Positive finden und die Richtung ändern – so geht´s:

 

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Vielleicht kennt Ihr das – der schöne Plan, der gestern noch so toll glänzend in Gedanken existierte, ist heute nur noch ein zerknittertes Etwas. Sei es, weil ein großer Auftrag doch im letzten Moment geplatzt ist, oder weil die Reise zu einer Veranstaltung nicht klappt, oder sich ein Projekt völlig anders entwickelt hat, als gedacht, oder der Chef plötzlich unfair wird, oder oder…

 

Klar, positiv denken. Aber das ist manchmal leichter gesagt, als getan. Manchmal ist man einfach enttäuscht oder genervt, ich glaube, das kennt jede*r, und das darf man oder frau sich auch zugestehen.

 

Allerdings: Länger als ein paar Tage oder besser Stunden sollte dieser Frust nicht dauern, denn zumindest ich gehe mir und meinem Umfeld dann gehörig auf die Nerven. Aber ich schaffe es auch meistens, mich selbst wieder aus dem Tief herauszustrampeln. In der Vergangenheit habe ich so übrigens auch einen riesigen persönlichen Mindset-Shift geschafft. Wie genau? Hier fünf ganz persönliche Tipps:

 

 

Wähle einen neuen Gedanken

 

Eigentlich ist es ganz einfach. Und es funktioniert tatsächlich, jedenfalls bei mir. Denn die Gedanken, die wir da mit uns herumtragen, können wir aktiv verändern. Wie ein Kleidungsstück, das heute einen fetten Fleck bekommen hat und das wir deshalb gegen ein blitzsauberes, schönes buntes Teil tauschen müssen. Das Ego will uns die Enttäuschung und die Wut oft nicht so leicht abschütteln lassen, aber verstaut auch diesen Störenfried am besten ganz weit nach hinten in den Schrank, wo er hingehört. Mit einem neuen, positiven Gedanken läuft es gleich ganz anders. Lächelt. Und macht Euch vorher bewusst, woraus genau der fette Fleck besteht, was genau Euch so nervt. Nehmt ihn so an, wie er nunmal ist. Und dann: Ganz weit weg damit. Diese Technik lässt sich übrigens hervorragend trainieren.

 

Dem Drama keine Chance

 

Ich kenne sie sehr gut, die Drama-Queen in mir, und manchmal wagt sie sich auch wieder aus ihrem Versteck. Aber seit ich verstanden habe, dass allein ich den Schlüssel zum Glück in meiner Hand halte, und sich sogar meine Stimmungen von mir beeinflussen lassen, kann ich die gute Dame sehr schnell verschwinden lassen. Anderen Leuten oder den Umständen die Schuld geben ist einfach, und Enttäuschung, oh ja, ein großes Gefühl, das zuverlässig größer wird, wenn man es immer weiter füttert. Aber es führt zu nichts und bremst Dich nur aus. Es ist wie es ist, und wenn ich die Situation annehme, ist sie meist schon nicht mehr so schlimm. Ok, ich gebe es zu, manchmal sitzt besagte Drama Queen doch noch ein bisschen zu lange mit mir am Tisch, aber daran arbeite ich…

 

 

Nach vorn, aber auch ein bisschen zurück

 

Es ist leicht gesagt, dass man nach vorn schauen soll in diesen Momenten. Aber mir hilft es sehr, wenn ich zunächst mal ein bisschen zurück sehe. Nicht im ‚Früher-war-alles-besser’-Modus, sondern um sich wieder einmal bewusst zu machen, was bislang schon alles wunderbar funktioniert hat. Ein großartiges Tool dafür ist mein ‚Klarheit’- Journal, das ich regelmäßig führe – und ohne das ich die kleinen und großen Erfolgserlebnisse öfter mal vergessen würde. Es hilft auch, mal alte Fotos von Events hervorzuholen, die LinkedIN-Kontaktliste durchzugehen oder sich selbst zu googeln. Bei mir ist das immer wieder eine Lächel- und Mut-Mach-Garantie. Und ganz ehrlich: Meistens hat sich doch aus dem, was wir eigentlich doch gar nicht wollten, doch häufig noch was Gutes ergeben? Das Vertrauen darauf, dass auch die vermeintlichen Rückschläge zu den Puzzleteilen im großen Mosaik gehören, hilft mir immer wieder aus schwierigen Phasen heraus.

 

 

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F*ck the Vergleich

 

Das Durchsehen Deiner beruflichen Kontakte oder Deiner Instagram-Bilder sollte natürlich nicht dazu führen, dass Du Dich im Vergleich mit all diesen tollen und offenbar wahnsinnig erfolgreichen Menschen wieder klein und grau fühlst. Mach Dir bewusst, dass Vergleiche immer unglücklich machen und viele Dich für Deine Erfolge ebenfalls bewundern und vielleicht sogar beneiden. Vor allem aber ist es Dein eigener Weg, der zählt. Bau auf Deine eigenen Stärken, die nur Du hast. Du machst Dein eigenes Tempo, und was jetzt nicht klappt, ist halt jetzt nicht dran, Punkt. Schau auch mal, was in diesem Moment Leute tun würden, die Du als Role Models siehst – wie würden sie agieren, wie denken sie, für was schätzen sie Dich? Tausch Dich mit Ihnen aus, erzähl ihnen von Deiner Situation, aber möglichst neutral und ohne zu jammern. Das spornt mich immer enorm an und motiviert mich zuverlässig.

 

 

Nutze die Lücke

 

‚Es sind die Dankbaren, die glücklich sind’ – klingt vielleicht schwülstig, aber ich finde, da ist was dran. Denn in den Phasen, in denen es vermeintlich nicht so gut läuft, liegen meistens mega Chancen. Du hast plötzlich Luft im Kalender, die leichte Panik in Dir aufsteigen lässt – vor allem, wenn Du selbständig bist? Nutze die Zeit aktiv. Mach Dir erstmal bewusst, was alles super läuft, und welche tollen Menschen und Projekte Du derzeit in Deinem Leben hast – vieles erscheint nämlich schnell allzu selbstverständlich. Oder: Dein Kind ist krank und Du kannst deshalb nicht reisen? So ist es – sei glücklich, wenn es nur eine Grippe ist. Und freu Dich, dass Du wirklich gebraucht wirst, viele Menschen würden für dieses Gefühl sehr viel geben.

Komische Phase? Mach Termine mit Leuten, die Du gern schon länger endlich treffen wolltest, es aber nie geschafft hast. Stell Dir Termine ein, um Dich aufzuschlauen, in Online-Kursen, Weiterbildungen oder einfach nur durch gezielte Lektüre. Arbeite an Deinem Unternehmen, schreibe endlich wieder einen Blogpost, melde Dich zu anderen spannenden Veranstaltungen an, aktualisiere Deine Profile, und vor allem: Lass die Lücke ein bisschen offen, um neuen Wendungen auch einen entsprechenden Raum zu bieten. Wenn die Situation in der Festanstellung es erfordert, schau Dich aktiv nach Alternativen um oder versuch das Problem möglichst sachlich anzugehen. Jede Wette, dass wieder was richtig Gutes wächst, wenn Du das Drama vom Deck schubst und das Ruder wieder selbst in die Hand nimmst.

Fotos: Gratisography und Susanne Jutzeler bei Pexels

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